Ins Weltall geschaut

Das Weltall fasziniert. Nicht nur Kenner erliegen der Anziehung ferner Welten, auch Leihen übersehen nicht einfach einen Artikel, wenn er schon mal in ihrer Tageszeitung steht. Dabei steht die Kosmologie mittlerweile Hoch im Kurs. Vieles von dem worüber berichtet wird, beruht aus Schlussfolgerungen, die auf Rückschlüsse unseres Wissens über die Physikalischen Gesetze beruhen. Direkt sehen, d.h. ein Objekt im Spektralbereich des sichtbaren Lichtes zu erkennen, kann man allerdings nicht, sobald wir über die Grenzen unserer eigenen Milchstrasse hinauswollen. Lediglich eine handvoll fremder Galaxien lassen sich direkt beobachten. Die überwältigende Mehrheit ist, auch bei extremer Verstärkung durch ein Teleskop, mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Bilder, welche wir präsentiert bekommen, stammen entweder aus unserer Nachbarschaft oder wurden, über den Umweg der Physik, auf extra-galaktische Objekte übertragen, weil wir von diesen lediglich „Licht“ bekommen, welches nur für Maschinen ortbar ist.

Bei diesen Entfernungen verwundert es nicht, dass ein Thema wie die bemannte Raumfahrt, sich im wesentlichen auf die Gegebenheiten der direkten Umbebung beschränkt, deren Möglichkeiten in diesem Bereich voll ausgeschöpft werden müssen, um überhaupt realistisch zu sein. Ein Raumschiff z.B., wäre mit heutigen Mitteln nur denkbar, wenn hierfür der Sonnenwind unserer Sonne genutzt werden würde. Wie bei normalem Wind auch, entwickeln bewegte Teilchen Druck auf das Objekt, auf welches sie treffen. Interessantes über die Sonnensegel, welche diesen Strahlungsdruck auffangen und in nutzbare Bewegungsenergie umwandeln können, ließe sich lange aufzählen. Bspw. müssten sie mehrere Quadratkilometer groß sein, um genügen Druck aufzubauen, weil die Beschleunigung für die Wegstrecke zum nächsten Stern ausreichen muss. Textile Sonnensegel unserer Alltagswelt sind im Verhältnis dazu also nur zum träumen geeignet, wenn die nächste Reise zu Alpha Centauri ansteht.   



Donnerstag
17.05.2012
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